Leitfaden für die Nachbarschaftshilfe innerhalb des Netzwerkes „Wir in Lünern“

Die Nachbarschaftshilfe ist eine eigenständige Gruppe innerhalb des Netzwerkes „Wir in Lünern“. Die Gruppe verfolgt nachstehenden Leitfaden, um einen reibungslosen Ablauf der Hilfsaktionen zu ermöglichen. Jeder Teilnehmer erkennt diesen Leitfaden als Regeln an. Die Gruppe ist permanent über das ganze Jahr ehrenamtlich tätig und wird zunächst von einem Team, bestehend aus Initiatorin (Jennifer Steinbeck, verantwortlich auch für Öffentlichkeitsarbeit), Koordinator (Adolf Küppers, verantwortlich auch für Kassenführung) und Web-&IT-Fachmann (Sebastian Schmidt) geführt. Zweck der Nachbarschaftshilfe ist es, Hilfen der Bürger untereinander zu ermöglichen, ohne einen finanziellen Zwang. Die Förderung sozialer und nachbarschaftlicher Kontakte innerhalb der Dorfgemeinschaft steht hierbei an oberster Stelle.

Beteiligung

Teilnehmen kann jeder, gleich welchen Alters, Geschlecht, Herkunft und Staatszugehörigkeit. Einzige Voraussetzung ist das Anbieten eines Tauschangebotes. Hilfsbedürftige oder behinderte Bürger, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen kein Tauschangebot beisteuern können können, bilden hier eine Ausnahme, sollten jedoch trotzdem Mitglied werden um Hilfeleistungen in Anspruch nehmen zu können. Zur Beteiligung ist ebenso ein persönliches Gespräch mit einem der oben genannten Mitarbeiter erforderlich.

Teilnahmebeitrag

Die Teilnahmegebühr beträgt derzeit 12,00€ pro Jahr. Hierfür erhält jedes Mitglied 12 virtuelle Zeittaler. Zusätzlich fließen 3 Taler in den Sozialtopf. Jeder darüber hinaus gespendete Euro verdoppelt sich und fließt ebenfalls in den Sozialtopf. Die Beiträge (und Spenden) sind Bar oder per Dauerauftrag zu entrichten und dienen ausschließlich organisatorischen Zwecken. Langfristige Überschüsse fliesen der Hauptkasse von „Wir in Lünern“ zu. Möglich ist auch die Anschaffung von notwendigen Werkzeugen, Geräte, etc.

„Bezahlung“ der Hilfen

Die Hilfen untereinander werden nicht in Euro, sondern ausschließlich mit Zeit bezahlt. Jeder Teilnehmer erhält bei der Anmeldung 12 virtuelle Zeittaler/ -einheiten und verfügt somit über 3 Stunden. Um diese Zeit zu erweitern oder wieder aufzufüllen, muss man Hilfeleistungen erbringen. Es ist möglich einige Einheiten anzusammeln (max. 60 Taler) - darüber hinaus gesammelte Einheiten fließen dem Sozialfond zu. Auch ein Minus der Zeiteinheiten ist möglich (max. 20 Taler).

Hilfsangebote

Alle Angebote und Wünsche werden in einer Liste bekannt gemacht, die sowohl online, als auch in gedruckter Form erhältlich ist. In dieser Liste werden die Teilnehmer nicht mit Namen genannt, sondern mit ihrer Teilnehmernummer. Alle Hilfsaktionen bleiben deshalb bis zur Ausführung anonym und werden über den Koordinator abgewickelt. Dieser verrechnet im Anschluss der Hilfsaktion, genauer nach Bekanntgabe der verbrauchten Zeit, die ausgegeben bzw. verdienten Zeiteinheiten.

Ausgenommen

Neben entgeltlichen Hilfen sind lediglich Neuanlagen und Reparaturen an fest eingebauten Anlagen von den Hilfsaktionen in der Nachbarschaftshilfe ausgenommen. Ansonsten sind den möglichen Hilfen keine Grenzen gesetzt. Je vielfältiger das Angebot, desto lebendiger wird die Nachbarschaftshilfe.

Versammlungen

Ein Treffen der Teilnehmer erfolgt einmal im Quartal in Form eines Stammtisches. Termine und Einladungen werden ausschließlich über Homepage, Presse und durch einen Aushang im Schaukasten an der Turnhalle bekannt gemacht.

Versicherung

Die Tauschgeschäfte zwischen den Mitgliedern erfolgen auf eigene Gefahr bzw. über die persönliche Haftpflichtversicherung. Ein Versicherungsschutz durch die Nachbarschaftshilfe besteht nicht.